Wissenschaft kann wirken

GEflüster
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Fe­lix (16). „Wis­sen­schaft ist kein Glau­be, son­dern Me­tho­de.“ – Dr. Mai Thi Nguy­en-Kim.

You­Tube ist ei­gent­lich nicht der Ort, an dem man lernt, wie ein PCR-Test funk­tio­niert. Und doch sit­zen Mil­lio­nen ge­bannt vor dem Bild­schirm, wenn Dr. Mai Thi Nguy­en-Kim spricht. Kei­ne Tanz­vi­de­os, kei­ne Skan­da­le – nur Fak­ten. Und trotz­dem klickt man wei­ter. Sie ist Che­mi­ke­rin, Jour­na­li­stin, Best­sel­ler­au­torin – und eine der be­kann­te­sten Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­to­rin­nen Deutsch­lands. Statt im La­bor zu for­schen, forscht sie heu­te an et­was noch Schwie­ri­ge­rem: Wie man wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis­se ver­ständ­lich macht – in ei­ner Zeit, in der Mei­nun­gen oft lau­ter sind als Wahr­heit.

Ge­bo­ren 1987 in Hep­pen­heim, pro­mo­viert in Che­mie, hät­te sie je­den Kar­rie­re­weg ein­schla­gen kön­nen. Aber Mai Thi ent­schied sich für den schwie­ri­ge­ren: die Öf­fent­lich­keit. In Talk­shows, auf ih­rem You­Tube-Ka­nal mai­Lab und im Fern­se­hen über­setzt sie kom­ple­xe The­men in kla­re Spra­che – ohne sie zu ver­kür­zen. Sie bleibt da­bei nah­bar, wit­zig und mes­ser­scharf. Kein mo­ra­li­scher Zei­ge­fin­ger, kein Bes­ser­wis­sen. Ein­fach je­mand, der er­klärt – und dem man plötz­lich zu­hört, ob­wohl man »Wis­sen­schaft« nie span­nend fand.

Was wir von ihr ler­nen kön­nen? Dass Auf­klä­rung nicht lang­wei­lig sein muss. Dass Fak­ten eine Stim­me brau­chen. Und dass eine gut er­zähl­te Wahr­heit stär­ker sein kann als jede Schlag­zei­le. Dr. Mai Thi Nguy­en-Kim zeigt: Wis­sen­schaft kann wir­ken – wenn man sie le­ben­dig macht.

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GE Hinweise

In un­se­rer Ru­brik »GE­flü­ster« wer­den aus­schließ­lich Bei­trä­ge aus Rei­hen un­se­rer wun­der­ba­ren Schü­le­rin­nen und Schü­ler ver­öf­fent­licht. Gro­ßer Dank geht hier­bei an Nilü­fer Şa­hin, die sich für die Ko­or­di­na­ti­on die­ser Bei­trä­ge so­wie die Schü­ler­re­dak­ti­on ver­ant­wort­lich zeigt und auch die an­schau­li­chen PDFs er­stellt, die un­ter je­dem Bei­trag her­un­ter­ge­la­den wer­den kön­nen.

Aus­zug aus der ge­setz­li­chen Schul­ord­nung (BASS): Schü­ler­zei­tun­gen fal­len nicht un­ter die Ver­ant­wor­tung der Schu­le, son­dern ge­hö­ren zum pri­va­ten Tä­tig­keits­be­reich der Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Dar­aus folgt, dass für Schü­ler­zei­tun­gen nicht der für die Schu­le als öf­fent­li­che Ein­rich­tung gel­ten­de Grund­satz der Un­par­tei­lich­keit (§ 2 Ab­satz 8 SchulG) gilt. In Schü­ler­zei­tun­gen kann auch zu po­li­ti­schen Ta­ges­fra­gen Stel­lung ge­nom­men und Par­tei er­grif­fen wer­den. Auch das für die Schu­le gel­ten­de Wer­be­ver­bot (§ 99 Ab­satz 2 SchulG) gilt nicht für Schü­ler­zei­tun­gen, so dass sie auch An­zei­gen Au­ßen­ste­hen­der ent­hal­ten kön­nen.