Exkursion zu William Kentridge

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Der Kunst­kurs der Jahr­gangs­stu­fe 12 be­such­te un­ter Lei­tung von Mi­ri­am Bi­an­co­ni die Son­der­aus­stel­lung des in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ten Künst­lers Wil­liam Ken­tridge im »Mu­se­um Folk­wang« in Es­sen. Die Aus­stel­lung, die noch bis Ja­nu­ar 2026 zu se­hen ist, bie­tet ei­nen um­fas­sen­den Ein­blick in das Werk des süd­afri­ka­ni­schen Künst­lers, des­sen Ar­bei­ten für die Ab­itur­prü­fun­gen von be­son­de­rer Re­le­vanz sind. Wäh­rend ei­ner fach­kun­di­gen Füh­rung er­hiel­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler nicht nur kunst­hi­sto­ri­sche Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, son­dern auch ei­nen di­rek­ten Zu­gang zu Ken­tridges ge­sell­schafts­kri­ti­schen The­men. Die Wer­ke, die sich mit Fra­gen von Macht, Er­in­ne­rung und so­zia­ler Ver­ant­wor­tung aus­ein­an­der­set­zen, ga­ben den Ju­gend­li­chen wert­vol­le Im­pul­se für ihre ei­ge­ne Aus­ein­an­der­set­zung mit Kunst als Me­di­um der Kri­tik und Re­fle­xi­on.

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Im An­schluss an die Füh­rung ver­tief­te der Kurs die Ein­drücke in ei­nem Work­shop. Hier stand das selbst­stän­di­ge ge­stal­te­ri­sche Ar­bei­ten im Mit­tel­punkt: In­spi­riert von Ken­tridges Col­la­ge­tech­nik ent­wickel­ten der Kurs ei­ge­ne künst­le­ri­sche Po­si­tio­nen zum The­ma Ge­sell­schafts­kri­tik. Die ent­stan­de­nen Ar­bei­ten zeig­ten ein­drucks­voll, wie theo­re­ti­sche In­hal­te durch prak­ti­sche Um­set­zung le­ben­dig wer­den und wie Kunst als Aus­drucks­mit­tel für ak­tu­el­le Fra­ge­stel­lun­gen ge­nutzt wer­den kann.

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Be­son­ders ein­drück­lich war für vie­le die Mög­lich­keit, selbst krea­tiv tä­tig zu wer­den:

„Es war span­nend zu se­hen, wie Ken­tridge mit ein­fa­chen Mit­teln kom­ple­xe Bot­schaf­ten ver­mit­telt – das hat uns Mut ge­macht, ei­ge­ne ge­sell­schafts­kri­ti­sche Ideen ge­stal­te­risch um­zu­set­zen“, be­rich­tet Leni Knoll .
Yass­mi­na El Id­ris­si er­gänzt: „Die Col­la­ge­ar­beit hat ge­zeigt, dass wir nicht nur über Kunst spre­chen, son­dern selbst Ver­ant­wor­tung über­neh­men kön­nen, in­dem wir un­se­re Sicht auf die Ge­sell­schaft aus­drücken.“
Fa­zit der Lehr­kraft: Mi­ri­am Bi­an­co­ni be­ton­te im Rück­blick die päd­ago­gi­sche Be­deu­tung der Ex­kur­si­on: „Die Be­geg­nung mit ei­nem ab­itur­re­le­van­ten Künst­ler wie Wil­liam Ken­tridge ist für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler eine wert­vol­le Vor­be­rei­tung auf die Prü­fun­gen. Gleich­zei­tig zeigt der Work­shop, wie wich­tig es ist, dass Ju­gend­li­che selbst­stän­dig ge­stal­te­risch han­deln und ei­ge­ne Po­si­tio­nen ent­wickeln. Nur so wird Kunst zu ei­nem le­ben­di­gen Pro­zess, der über das Klas­sen­zim­mer hin­aus­weist.“

Die Ex­kur­si­on ver­deut­lich­te da­mit, wie eng die Vor­be­rei­tung auf das Ab­itur mit ei­gen­stän­di­gem künst­le­ri­schem Han­deln ver­knüpft ist. Sie un­ter­strich zu­gleich die Be­deu­tung au­ßer­schu­li­scher Lern­or­te, die den Blick über den Un­ter­richt hin­aus öff­nen und den Schü­le­rin­nen und Schü­lern er­mög­li­chen, Kunst als ge­sell­schaft­lich re­le­van­tes Me­di­um zu er­fah­ren.