Erinnern heißt: Aufstehen für Demokratie – GEsamtschule setzt ein starkes Zeichen — Am 7. Juli verwandelte sich die GEsamtschule Waltrop in einen Ort des lebendigen Gedenkens und des mutigen Engagements: Der »Anne-Frank-Projekttag« begann mit einer eindrucksvollen Aktion in beiden Mensen, bei der Schülerinnen und Schüler Gemeinsam mit ihren Lehrkräfte buchstäblich Haltung zeigten – im wahrsten Sinne des Wortes.

Aufstehen gegen das Vergessen
Wer wollte, stieg auf Tische und Stühle, um mit selbstgestalteten Plakaten ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Menschenrechte und Vielfalt zu setzen. Die Botschaften waren klar, kraftvoll und bewegend:
- „Gegen Hass und Hetze“
- „Alle Menschen sind gleich“
- „Vielfalt lieben“
- „Meinungsfreiheit“
- „Religionsfreiheit“

Diese Aktion war Teil der landesweiten Initiative »Aufstehen für Demokratie« der Robert-Bosch-Stiftung – und wurde an der Schule bewusst mit dem »Anne-Frank-Tag« verbunden. Denn Anne Franks Geschichte ist nicht nur Mahnung, sondern auch Auftrag: Nie wieder schweigen, wenn Freiheit und Menschenwürde bedroht sind.

Vielfältiges Engagement in den Klassen
Der Projekttag setzte sich in den Klassen auf ganz unterschiedliche Weise fort – und überall war das Engagement der Schülerinnen und Schüler spürbar:
- eine Oberstufengruppe begab sich mit Josef Schneider auf Spurensuche zum jüdischen Leben in Waltrop
- zwei neunte Klassen besuchten die Synagoge in Dortmund – und erlebten hautnah, wie notwendig Schutzmaßnahmen wie Polizeipräsenz und Panzerglas heute noch sind
- zwei Schülerinnen aus der Q1 teilten eindrucksvoll ihre Erfahrungen von der Gedenkstättenfahrt ins ehemalige Konzentrationslager Majdanek – ein Moment des Innehaltens und Nachdenkens für die Zuhörenden
- andere Klassen arbeiteten mit der Anne-Frank-Zeitung, lasen Auszüge aus ihrem Tagebuch und stellten sich die Frage: Was bedeutet Freiheit heute für uns – persönlich und gesellschaftlich?

Lernen auf Augenhöhe Eine besondere Stärke des Tages: Der 11. Jahrgang unterstützte jüngere Klassen mit eigenen Unterrichtseinheiten. Mit viel Einfühlungsvermögen und pädagogischem Geschick führten sie durch zwei intensive Schulstunden – ein gelungenes Beispiel für gelebte Verantwortung und Lernen auf Augenhöhe.

Dank an das »Anne Frank Zentrum«
Ein herzliches Dankeschön geht an das »Anne Frank Zentrum« in Berlin, das auch in diesem Jahr kostenloses Material zur Verfügung stellte – eine wertvolle Grundlage für die vielfältigen Projekte und Gespräche. Dieser Tag hat gezeigt: Erinnern ist kein Ritual, sondern eine Haltung.

