Stadtmaler-Projekt 2026 eröffnet!

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© GEsamtschule Waltrop

Ein be­son­de­rer Mo­ment: Stadt­ma­ler Jo Scho­lar er­öff­net das Pro­jekt 2026 an der GE­samt­schu­le Wal­trop +++ Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch er­leb­te die GE­samt­schu­le Wal­trop ei­nen je­ner Mo­men­te, in de­nen spür­bar wird, was un­se­re Schu­le aus­macht: Viel­falt, Of­fen­heit – und der Mut, neue Wege zu ge­hen. In un­se­rer GE­samt­schu­le ler­nen Kin­der und Ju­gend­li­che aus Wal­trop und der Um­ge­bung mit ganz un­ter­schied­li­chen Vor­aus­set­zun­gen, Spra­chen, Bio­gra­fien und Un­ter­stüt­zungs­be­dar­fen. Man­che kom­men mit Flucht­er­fah­rung, man­che be­nö­ti­gen be­son­de­re För­de­rung, an­de­re star­ten mit viel fa­mi­liä­rem Bil­dungs­rück­halt. Die­se Viel­falt se­hen wir nicht als Hin­der­nis, son­dern als Chan­ce, je­den jun­gen Men­schen auf sei­nem Weg zu be­glei­ten und aus der Un­ter­schied­lich­keit eine ge­mein­sa­me Stär­ke zu for­men. Pro­jek­te wie das Stadt­ma­ler­pro­jekt – seit 30 Jah­ren ein fe­ster Be­stand­teil un­se­rer Schul­kul­tur – zei­gen, wie wert­voll die­ser An­satz ist. Und in die­sem Jahr wird es noch grö­ßer, ver­netz­ter und wir­kungs­stär­ker als bis­her: Das Stadt­ma­ler­pro­jekt 2026 fin­det gleich­zei­tig in Wal­trop und Gel­sen­kir­chen statt und ent­steht in Ko­ope­ra­ti­on mit der Kunst­schu­le Gel­sen­kir­chen, dem Con­sol Thea­ter, der Nor­ton Stif­tung und wei­te­ren Men­schen bei­der Städ­te. Da­mit steht das Pro­jekt in die­sem Jahr nicht nur für künst­le­ri­sche Ar­beit, son­dern auch für eine städ­te­über­grei­fen­de Lern- und Kul­tur­land­schaft, in der Kin­der und Ju­gend­li­che aus Wal­trop gleich­wer­tig be­tei­ligt sind.

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Ein Ma­ler be­tritt die Büh­ne: Jo Scho­lar – Stadt­ma­ler 2026

Be­reits im No­vem­ber setz­te Jo Scho­lar mit sei­nem groß­for­ma­ti­gen Pla­kat auf der Ga­ra­ge ne­ben der Turn­hal­le ein sicht­ba­res Zei­chen und stell­te das neue Pro­jekt­the­ma vor. Nun traf er erst­mals auf jene Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die die­ses The­ma wei­ter­tra­gen wer­den. Für die­sen Mo­ment hat­te er sich in­ten­siv vor­be­rei­tet: Er sich­te­te Schü­ler­ar­bei­ten aus der Fer­ne, ent­wickel­te Ideen, plan­te sei­ne Prä­sen­ta­ti­on. Ge­mein­sam mit den Schü­le­rin­nen Lykka, Isa­bel­la und Ryha aus dem BoPu HuG und Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin Anja Soui­s­si rich­te­te er das Stadt­ma­ler­ate­lier her. Die­se ge­mein­sa­me Vor­be­rei­tung al­lein zeig­te schon: Der Stadt­ma­ler nimmt die Ju­gend­li­chen ernst – als Part­ne­rin­nen und Part­ner in ei­nem künst­le­ri­schen Pro­zess.

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Ein Künst­ler aus der Re­gi­on – und doch aus ei­ner an­de­ren Ge­dan­ken­welt

Ku­ra­tor Mi­cha­el Ogier­mann brach­te es in sei­ner Ein­füh­rung auf den Punkt: Ob­wohl Scho­lar aus der Re­gi­on stammt, bringt er Bil­der, Ge­dan­ken und Ar­beits­wei­sen mit, die für vie­le un­se­rer Schü­le­rin­nen und Schü­ler neu und un­ge­wohnt sind. Und ge­nau dar­in liegt die gro­ße Chan­ce.

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Vom Klecks zum Vo­gel – und vom Se­hen zum Ver­ste­hen

Scho­lar be­gann sei­nen Ein­stieg mit ei­nem ein­fa­chen Klecks – der sich lang­sam in ei­nen Vo­gel ver­wan­del­te. Nicht durch Er­klä­rung, son­dern durch Be­ob­ach­tung. Er stell­te die Idee ei­ner »Schu­le des Se­hens« vor, die nicht mit fer­ti­gen Lö­sun­gen be­ginnt, son­dern mit dem Mut, das Of­fe­ne zu­zu­las­sen. Kunst­leh­re­rin Anja Soui­s­si be­merk­te über­rascht, dass sie ihre Lern­grup­pen bis­her stär­ker in­halt­lich führt – Scho­lar da­ge­gen öff­ne­te Räu­me. Und die­se Räu­me füll­ten sich – mit Neu­gier, Ruhe, Kon­zen­tra­ti­on: für vie­le ein Un­ter­richt, ge­fühlt „wie auf ei­nem an­de­ren Pla­ne­ten“.

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Zu­sam­men­ar­beit, die trägt – und wei­ter­trägt

In den fol­gen­den Un­ter­richts­pha­sen be­geg­ne­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler dem Stadt­ma­ler mit un­ter­schied­li­cher In­ten­si­tät: Man­che vor­sich­tig, man­che mu­tig, man­che schon mit ei­ge­nen Bild­ideen. Ame­lie aus Jahr­gang 7 zeig­te ihm so­gar ihre selbst ent­wickel­te Cho­reo­gra­fie zum The­ma. Die ei­gent­lich ge­plan­te Teil­nah­me sei­ner Frau Mar­got – Schau­spie­le­rin und Re­gis­seu­rin – fiel zwar krank­heits­be­dingt aus, doch Scho­lar nahm die Ideen der Schü­le­rin mit sicht­ba­rer Auf­merk­sam­keit auf. Be­son­ders ein­drück­lich war sein Bild vom Ping-Pong-Spiel: Er wer­fe et­was hin­ein, neh­me et­was auf, spie­le es wei­ter – und das­sel­be er­hof­fe er von den Ju­gend­li­chen. Lykka fass­te den Nach­mit­tag mit ei­nem Satz zu­sam­men, der wohl lan­ge im Ge­dächt­nis blei­ben wird: „Jetzt ver­ste­he ich, was Sie mein­ten, als Sie sag­ten, er kom­me von ganz weit her.“

Ein Pro­jekt hebt ab – in zwei Städ­ten gleich­zei­tig

»Ein Kä­fig ging ei­nen Vo­gel su­chen« – mit die­sem Satz be­ginnt das Pro­jekt­jahr. Und nach die­sem er­sten Auf­takt ist klar: An der GE­samt­schu­le Wal­trop hat der Vo­gel be­reits be­gon­nen zu flie­gen – ge­mein­sam mit un­se­ren Part­nern in Gel­sen­kir­chen. Die­ses Stadt­ma­ler­jahr wird an­ders als alle da­vor: grö­ßer, frei­er, ver­bin­den­der – und vol­ler Mög­lich­kei­ten für Kin­der und Ju­gend­li­che aus Wal­trop und der ge­sam­ten Re­gi­on.