Von Astrid Schiffgens,
Vorsitzende des Schulpartnerschaftsvereins
Drei Wochen gelebte Partnerschaft – ein Rückblick auf die ersten Etappen — Die Delegation der GEsamtschule Waltrop ist seit dem 3. Juli 2025 in Tansania – eine Reise im Zeichen der Schulpartnerschaft, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiert. Die ersten Tage waren geprägt von intensiven Begegnungen, kulturellem Austausch und einem starken Gemeinschaftsgefühl.

Zwischen Koffern, Vorfreude und Fernweh — Am Düsseldorfer Flughafen lag Spannung in der Luft. Die letzten Checklisten wurden durchgegangen, die Aufregung war spürbar. Für viele war es die erste Reise nach Afrika – ein Aufbruch ins Unbekannte mit großen Erwartungen.

Ein Empfang, der unter die Haut geht — Nach einem Zwischenstopp in Istanbul landeten wir in Dar Es Salaam und flogen weiter nach Bukoba. Dort erwartete uns eine fröhliche Willkommensdelegation aus Rubale – mit offenen Armen und strahlenden Gesichtern. Beim gemeinsamen Abendessen mit unseren Gastgebern entstanden erste Gespräche und Verbindungen. Der Besuch des bunten »SabaSaba-Festivals« rundete den Tag farbenfroh ab.
Fußball als Brücke zwischen Welten — Die »Tydo Sports Academy« in Bukoba beeindruckte uns tief: Trainer Shadrack gibt über 80 Kindern durch Fußball neue Perspektiven. Unsere Schülerinnen und Schüler wurden spontan als Coaches und Schiedsrichter eingebunden – ein direkter Einstieg in gelebte Solidarität. Zurück im Hotel begannen die ersten Planungsgespräche – getrennt nach Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften, aber mit einem gemeinsamen Ziel: ein starkes Projekt.

Musik, Bewegung und ein singender Bus — Die Weiterfahrt nach Rubale wurde zur »rollenden Bühne«: Einheimische und Waltroper sangen gemeinsam, lachten und tauschten sich aus. Die Stimmung war ausgelassen – ein perfekter Auftakt für den Projektteil »Sports and Music Competition«.

Projektstart mit Herz – trotz Feiertag — Obwohl die Schule wegen des Nationalfeiertags leer war, starteten wir motiviert mit der Referenzgruppe aus Rubale. In gemischten Teams wurde gespielt, getanzt, gesungen und reflektiert. Unsere kleine, eigens errichtete Hütte wurde zum täglichen Treffpunkt – ein Ort für Austausch, Ideen und gemeinsames Lernen.

Kreative Begegnungen und neue Impulse — Mit der Rückkehr der gesamten Schülerschaft kam neue Dynamik ins Projekt. Wir wurden offiziell begrüßt, besuchten eine Schneiderin, die individuelle Kleidungsstücke für uns anfertigt, und einige Mädchen ließen sich traditionelle Zöpfe flechten – ein Zeichen für Offenheit und Neugier.
Ein Zuhause für Mädchen – und noch viel zu tun — Der Besuch des neuen Mädchenwohnheims war bewegend. Dank Waltroper Spenden ist es bereits bewohnbar, doch es fehlt noch an Strom, Wandputz, Vorhängen – und Toiletten. Unsere Delegation brachte Mittel für 165 Moskitonetze mit, finanziert durch die Brötchenaktion der GEsamtschule. Sie kommen sowohl den Mädchen im Wohnheim als auch den Jungen zugute, die derzeit in der Bibliothek schlafen.

Der große Tag wirft seine Schatten voraus — Die Planung für den »Celebration Day« ist in vollem Gange. An diesem Tag werden die Ergebnisse der Projektarbeit präsentiert und gefeiert – gemeinsam mit langjährigen Wegbegleitern wie Jasson Lwamkomezi und weiteren Persönlichkeiten aus Rubale.
Und das war erst der Anfang … die Reise geht weiter … mit vielen weiteren Projekteinheiten, Begegnungen und Erlebnissen. Wir werden regelmäßig berichten – hier auf der Schulhomepage und vielleicht auch über andere Kanäle. Diese Reise ist mehr als ein Austausch – sie ist gelebte Partnerschaft, Lernen auf Augenhöhe und ein starkes Zeichen für globale Solidarität.

