Von der Schule in den Beruf.
In der vergangenen Woche haben unsere Zehntklässlerinnen und Zehntklässler mit dem Halbjahreszeugnis einen wichtigen Meilenstein erreicht. Viele nutzten dieses »Bewerbungszeugnis«, um sich für den nächsten Schritt GEmeinsam ins Leben anzumelden: für unsere gymnasiale Oberstufe als Weg zum Abitur oder für einen Bildungsgang am Berufskolleg, der in eine schulische Ausbildung oder zum Fachabitur führt. Diese Entscheidungen markieren für die logische Fortsetzung ihres bisherigen Lernwegs – und wir sind stolz darauf, ihnen diese Perspektiven eröffnen zu können.
Gleichzeitig erleben wir an unserer Schule einen weiteren Trend, der sich Jahr für Jahr deutlicher abzeichnet: Immer mehr Schülerinnen und Schüler unterschreiben bereits während oder kurz nach der 10. Klasse ihren ersten Ausbildungsvertrag. Dieser Schritt kommt nicht zufällig oder aus einem Mangel an Alternativen – im Gegenteil. Er entsteht häufig aus einer klaren Motivation heraus, aus dem Wunsch, Verantwortung zu übernehmen, etwas Konkretes zu schaffen und früh in ein berufliches Umfeld hineinzuwachsen.
Dass dieser Weg heute so attraktiv ist, hat auch mit der Entwicklung des Arbeitsmarktes zu tun. Unternehmen in NRW melden weiterhin große Schwierigkeiten, qualifizierte Fachkräfte zu finden: 36 % der Betriebe können offene Stellen nicht besetzen, besonders in Berufen, die über die Duale Ausbildung erreicht werden. Und der Bedarf wird sich weiter erhöhen – bis 2035 scheiden rund 2,5 Millionen Erwerbstätige aus dem Arbeitsmarkt NRW aus, während die Zahl unbesetzter Stellen auf bis zu 610.000 anwachsen könnte, vor allem im Bereich beruflich qualifizierter Fachkräfte. Wer sich heute für eine Ausbildung entscheidet, wählt damit einen zukunftssicheren, nachgefragten und wertvollen Weg in den Beruf.
Unsere Schule begleitet diesen Prozess intensiv: im Berufsorientierenden Projektunterricht (BoPu), im Zdi Technikzentrum GEsamtschule Waltrop und durch die kontinuierliche Beratung unserer Berufsberaterin Hristina Karagianni. Und wir sehen, wie aus anfänglichen Ideen klare Ziele werden – und schließlich konkreten Entscheidungen weichen, die für viele mit einem unterschriebenen Ausbildungsvertrag beginnen.
In den kommenden Monaten möchten wir genau diese jungen Menschen vorstellen. Jugendliche, die sich bewusst für den direkten Einstieg ins Berufsleben entschieden haben und deren Motivation, Überzeugungen und persönlichen Wege zeigen, wie vielfältig die Chancen der Dualen Ausbildung sind. Ihre GEschichten stehen nicht im Gegensatz zu denen der Oberstufe – sie ergänzen das Bild einer Schule, die unterschiedliche Wege eröffnet und jede Schülerin, jeden Schüler ermutigt, den eigenen zu finden.

