Das »Majdanek‑Projekt« ist seit vielen Jahren fest im Schulprogramm der gymnasialen Oberstufe der GEsamtschule Waltrop verankert. Die Schule arbeitet kontinuierlich mit der Gedenkstätte Majdanek sowie weiteren Lernorten in Lublin zusammen und verbindet historisches Lernen, Gedenkstättenpädagogik und persönliche Auseinandersetzung mit Verantwortung und Erinnerungskultur.
Aktuell nehmen 21 Schülerinnen und Schüler teil – überwiegend aus dem Geschichts‑Leistungskurs, aber auch aus anderen Oberstufenkursen. Gemeinsam besuchten sie die Gedenkorte Majdanek, Bełżec und Sobibor, eine ehemalige Synagoge sowie unsere polnische Partnerschule, das »Lyzeum 20« in Lublin, begleitet von täglichen Reflexionsgesprächen und mehrtägigen Workshops mit den pädagogischen Mitarbeitenden der Gedenkstätte.

Eindrücke, die bleiben
Schon am ersten Tag wurde deutlich, wie tief die Begegnung mit den historischen Orten wirkt. Eine Schülerin beschreibt es so: „Ich wusste viel über die Geschichte – aber dort zu stehen, verändert alles.“ Besonders das Ausmaß der geplanten Deportationen und des systematischen Mordens hat viele bewegt. Ein Schüler sagt: „Die Dimensionen waren unfassbar. Man hört Zahlen – aber erst vor Ort versteht man, was dahintersteckt.“ Trotz der Schwere des Themas wächst die Gruppe eng zusammen. Die Mischung aus intensiver inhaltlicher Arbeit und gegenseitiger Unterstützung schafft eine außergewöhnliche Atmosphäre, so LK-Lehrer Stefan Kesting.

Gemeinschaftliches Lernen auf hohem Niveau
Begleitet wird die diesjährige Fahrt nach Lublin von Uwe Neuhaus (Koordination), Berthold Weber (Aktuelles Forum), Andreas Doellinger und Stefan Kesting (Leistungskurslehrer). Die sonnigen, aber frostig‑kalten Tage verstärkten die Eindrücke an den historischen Orten – eine zusätzliche, fast symbolische Schwere, die oft in den Reflexionsrunden zur Sprache kam.
Warum dieses Projekt so wichtig bleibt: Das »Majdanek‑Projekt« steht für das, was die GE Waltrop ausmacht: Lernen mit Haltung, Respekt und historischer Verantwortung. Unsere Schülerinnen und Schüler kehren nicht nur mit Wissen zurück, sondern mit einer Haltung, die sie prägt – weit über die Schulzeit hinaus.

