Kunst in Bewegung: Das Waltroper Stadtmalerprojekt öffnet neue Räume
Am Sonntag, 8. November, um 11 Uhr eröffnet im Kunstraum Norten in Gelsenkirchen-Scholven die Ausstellung »Ein Käfig ging einen Vogel suchen«. Mit dieser ersten öffentlichen Präsentation öffnet sich das aktuelle Stadtmalerprojekt für neue Begegnungen, neue Perspektiven und neue Mitwirkende. Zur Eröffnung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein besonderes Programm, das Einblicke in den bisherigen Projektverlauf gibt und zahlreiche Gelegenheiten für Gespräche, Begegnungen und eigene künstlerische Impulse eröffnet. Wer das Projekt in seiner ganzen Vielfalt erleben möchte, sollte sich diesen Auftakt nicht entgehen lassen.

Begonnen hat die aktuelle Stadtmalersaison Anfang des Jahres an der GEsamtschule Waltrop. Der Stadtmaler Jo Scholar hat sich seitdem intensiv mit Schülerinnen und Schülern unserer Schule, ihren Ideen, Fragen und künstlerischen Arbeiten auseinandergesetzt. Ausgehend von Waltrop hat sich das Projekt zunehmend erweitert und neue Partnerinnen und Partner einbezogen.
So entstanden in Gelsenkirchen gemeinsame Arbeitsprozesse mit der Kunstschule Gelsenkirchen, der Gesamtschule Horst, dem Consol Theater, dem Kunstraum Norten und weiteren Beteiligten. Es entwickelte sich aus einem zunächst in Waltrop begonnenen Projekt ein wachsendes Netzwerk künstlerischer Begegnungen zwischen beiden Städten.

Die Ausstellung »Ein Käfig ging einen Vogel suchen« versammelt die Ergebnisse dieser bisherigen Zusammenarbeit. Sie versteht sich jedoch ausdrücklich nicht als Abschluss, sondern als Ausgangspunkt. Die gezeigten Arbeiten setzen Impulse, stellen Fragen und laden dazu ein, eigene Positionen zu entwickeln und neue Beiträge entstehen zu lassen.
Damit greift das Projekt seinen Titel unmittelbar auf. Ein Käfig macht sich auf die Suche nach einem Vogel. Das Projekt verlässt vertraute Räume, sucht neue Begegnungen und wächst durch die Menschen, die sich darauf einlassen. Genau das soll in den kommenden Monaten geschehen.

Der Kunstraum Norten wird deshalb bis zum 7. März 2027 zu einem offenen Arbeits‑, Denk- und Begegnungsraum. Während des gesamten Projektzeitraums können Besucherinnen und Besucher die Ausstellung besichtigen, die Entwicklungen verfolgen und selbst aktiv werden. Eigene Beiträge sind ausdrücklich willkommen. Wer möchte, kann spontan vor Ort arbeiten oder Termine vereinbaren, um sich intensiver am Projekt zu beteiligen.
Das Stadtmalerprojekt bleibt dabei in Bewegung. Es begann in Waltrop, hat sich nach Gelsenkirchen ausgeweitet und soll durch die Beteiligung vieler weiterer Menschen kontinuierlich wachsen. Die dort entstehenden Arbeiten, Begegnungen und Diskussionen werden schließlich wieder nach Waltrop zurückkehren: Das Gesamtergebnis des gemeinschaftlichen Prozesses wird im kommenden Jahr in Waltrop präsentiert.

Wir laden alle Schülerinnen und Schüler, Eltern, Mitarbeitenden, Ehemaligen und Freunde der Gesamtschule Waltrop herzlich ein, sich zwischen November und März selbst auf den Weg nach Gelsenkirchen zu machen, die Ausstellung zu besuchen und Teil dieses besonderen Projekts zu werden.
Die entscheidende Frage lautet dabei nicht: „Was ist hier zu sehen?“ — sondern: „Was kann hier noch entstehen?“
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