»Anne-Frank-Tag« 2026

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© GEsamtschule Waltrop

Ein Bei­trag von Bir­git Schä­fer (Ko­or­di­na­to­rin für De­mo­kra­tie­er­zie­hung und Schu­le ohne Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge). Auch in die­sem Jahr be­tei­lig­te sich die GE­samt­schu­le am 12. Juni – dem Ge­burts­tag von Anne Frank – mit ei­nem Pro­jekt­tag für De­mo­kra­tie und das Ler­nen aus der Ge­schich­te an dem bun­des­weit von vie­len Schu­len be­gan­ge­nen Ak­ti­ons­tag. Ne­ben der Mög­lich­keit, die dies­jäh­ri­ge Aus­stel­lung im Foy­er zu be­su­chen und die Anne-Frank-Zei­tun­gen ana­log oder di­gi­tal zu le­sen, nutz­ten vie­le Lern­grup­pen wei­te­re An­ge­bo­te zur Er­in­ne­rung und Mah­nung – so­wie zur Stär­kung des de­mo­kra­ti­schen Be­wusst­seins.

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So be­such­ten acht »Omas ge­gen Rechts« aus der Wal­tro­per Grup­pe den 6. Jahr­gang. Sie er­zähl­ten den Kin­dern von ih­rem En­ga­ge­ment und ih­ren Er­fah­run­gen mit men­schen­feind­li­chem Ge­dan­ken­gut. Zu­dem trai­nier­ten sie mit der Schü­ler­schaft drei »De­mo­kra­tie­mus­keln«: den Zu­hör-Mus­kel, den »star­ke Stim­me-Mus­kel« und den Kom­pro­miss-Mus­kel. In al­len Klas­sen, die in zwei Grup­pen ein­ge­teilt wa­ren, er­folg­te das Trai­ning spie­le­risch: vom ei­ge­nen fik­ti­ven Traum­haus à la Pip­pi Lang­strumpf über die Kom­pro­miss­fin­dung in Klein­grup­pen bis hin zur Ei­ni­gung in der ge­sam­ten Grup­pe. Spie­le­risch und er­leb­nis­ori­en­tiert er­kann­ten die Sechst­kläss­ler die Be­deu­tung de­mo­kra­ti­scher Aus­hand­lungs­pro­zes­se. Alle »Omas« wa­ren am Ende be­gei­stert, denn die Kin­der lie­ßen sich auf die Me­tho­den ein und wa­ren stolz auf ihre neu ge­won­ne­nen Fä­hig­kei­ten.

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Eben­so le­ben­dig und spie­le­risch ging es im 8. Jahr­gang zu. Dort wa­ren Mo­de­rie­ren­de von »Hel­den e.V.« mit ih­rem Pro­jekt »Du hast die Wahl« zu Gast, das die GE­samt­schu­le dank freund­li­cher Spon­so­ren so­wie ei­ner Un­ter­stüt­zung durch »Wal­trop lebt De­mo­kra­tie« rea­li­sie­ren konn­te. Kon­kret zu er­le­ben, wel­che Mög­lich­kei­ten Zu­sam­men­halt und Ko­ope­ra­ti­on er­öff­nen, und zu er­fah­ren, dass es sich lohnt, sich ein­zu­brin­gen und mit­zu­be­stim­men – all das mach­te De­mo­kra­tie greif­bar und führ­te am Ende zu durch­weg po­si­ti­vem Feed­back al­ler Be­tei­lig­ten.

Be­son­ders er­freu­lich war zu­dem, dass vier Mit­glie­der der Schü­ler­pro­jekt­grup­pe »Schu­le ohne Ras­sis­mus« in die Klas­sen 7c und 7d gin­gen, die an die­sem Tag – an­ders als die Par­al­lel­klas­sen – nicht im »Bo­rus­se­um« wa­ren. Dort sa­hen sie ge­mein­sam den ani­mier­ten Film »Wo ist Anne?« und er­ar­bei­te­ten, gut vor­be­rei­tet, mit den Klas­sen den Be­zug des Films zu un­se­rer Ge­gen­wart und Zu­kunft, in der im­mer mehr Men­schen in Eu­ro­pa Schutz vor Krieg und Ge­walt su­chen.

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Und was pas­sier­te sonst noch an die­sem Tag? Die 10er be­such­ten die Stein­wa­che in Dort­mund. Die 12er be­fass­ten sich mit dem Wi­der­stand im Drit­ten Reich. Die 9er nah­men an an­ge­bo­te­nen Pro­jek­ten teil, etwa am Film »Die Wel­le« oder am Ge­stal­ten von Ta­schen mit krea­ti­ven an­ti­ras­si­sti­schen Sprü­chen.

Mein Fa­zit: Wir brau­chen sol­che Pro­jekt­ta­ge. Wir brau­chen auch Im­pul­se von au­ßen. Und wir dür­fen un­se­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit rech­ter Pro­pa­gan­da im Netz nicht al­lei­ne las­sen.