Ein Abiturjahrgang, der Maßstäbe setzt

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© GEsamtschule Waltrop

»GE­mein­sam ins Le­ben« – und in die­sem Jahr GE­mein­sam in eine be­son­de­re Stadt­ge­schich­te: Die GE­samt­schu­le Wal­trop hat am ver­gan­ge­nen Frei­tag ihren27. Ab­itur­jahr­gang fei­er­lich ver­ab­schie­det. Es war ein Re­kord­hit­ze­frei­tag, an dem die Luft in der Men­sa flirr­te, die Pro­gramm­zet­tel zu Fä­chern wur­den – und an dem zu­gleich klar wur­de: Der ein­zi­ge Ab­itur­jahr­gang 2026 der Stadt Wal­trop­trägt das Wap­pen der GE.

Wor­te mit Ge­wicht – und Wär­me

Ober­stu­fen­lei­te­rin Tan­ja Kin­trup er­öff­ne­te die Fei­er mit ei­ner Rede, die nah an den jun­gen Er­wach­se­nen blieb und das ge­wähl­te Mot­to ernst nahm: »The win­ner ta­kes it all«. Sie dreh­te die Per­spek­ti­ve der be­rühm­ten ABBA-Bal­la­de be­wusst um – nicht der Zu­falls­sieg, son­dern die lei­se, aus­dau­ern­de Ar­beit führt zum Ziel. Die mei­sten hät­ten nicht ge­po­kert, son­dern sich ge­wis­sen­haft vor­be­rei­tet: auf Un­ter­richt, Klau­su­ren, Ab­itur­prü­fun­gen. Das Er­geb­nis spricht für sich: Neun Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten er­reich­ten ei­nen Schnitt un­ter 2,0, eine Schü­le­rin er­ziel­te die Traum­note 1,0 – ein Er­geb­nis, das auch lan­des­weit auf­hor­chen lässt. Tü­ren ste­hen of­fen, Wege sind vie­le; die Ent­schei­dung liegt nun bei den jun­gen Er­wach­se­nen selbst.

Ein Bür­ger­mei­ster, der hin­schaut

Bür­ger­mei­ster Mar­cel Mit­tel­bach war an die­sem Tag nicht nur Gast, son­dern auf­merk­sa­mer Be­glei­ter. Er hat­te sich im Vor­feld de­tail­liert über den Jahr­gang in­for­miert und fand Wor­te, die per­sön­lich, an­er­ken­nend und prä­zi­se wa­ren – Wert­schät­zung, die spür­bar war und die­sem Jahr­gang ge­recht wur­de.

Mehr als No­ten

Kin­trup mach­te deut­lich, was bleibt: nicht nur be­ein­drucken­de Lei­stun­gen, son­dern Men­schen. Of­fen, herz­lich, wit­zig, ori­gi­nell, en­ga­giert, zu­ver­läs­sig – Ei­gen­schaf­ten, die tra­gen. Ihr Ap­pell hall­te in der war­men Luft nach: Geht mit of­fe­nen Au­gen durch die Welt. Lebt De­mo­kra­tie und Viel­falt. Zeigt So­li­da­ri­tät und Mit­ge­fühl. Und ver­gesst eure ei­ge­nen Träu­me nicht. Denn: »The win­ner ta­kes it all«.

Eine Ge­schich­te, die Mut macht: Lena Mei­ning­haus

Vor neun Jah­ren wur­de Lena Mei­ning­haus an der »GE Wal­trop« in den 5. Jahr­gang ein­ge­schult – klein, ner­vös, mit ei­ner Grund­schulemp­feh­lung für die Re­al­schu­le und nur be­dingt fürs Gym­na­si­um. Heu­te steht sie mit ei­nem Abitur­durchschnitt von 1,0 auf der Büh­ne. Fast durch­ge­hend Ein­sen in der Se­kun­dar­stu­fe I, 1,2 am Ende der 10 – und nun das. Ein Weg, den nur Fleiß, Hal­tung und Selbst­ver­trau­en er­mög­li­chen. Aus dem un­si­che­ren Mäd­chen ist eine selbst­be­wuss­te jun­ge Frau ge­wor­den, und die Schul­gemeinschaft ist sehr stolz auf sie. Glück­wunsch, Lena – auf al­les, was kommt: mit Freu­de, Ver­trau­en in dei­ne Fä­hig­kei­ten und Men­schen an dei­ner Sei­te, die an dich glau­ben.

Dan­ke, lie­be Bir­git Schä­fer

Mit die­sem Jahr­gang ver­ab­schie­det sich auch eine, die un­se­re Schu­le über vie­le Jah­re mit­ge­tra­gen und ge­prägt hat: Bir­git Schä­fer, Jahr­gangs­stu­fen­lei­te­rin und für un­zäh­li­ge Schü­le­rin­nen und Schü­ler die­je­ni­ge, „die da ist, wenn es dar­auf an­kommt“ – er­ste An­sprech­part­ne­rin, Ver­mitt­le­rin, Mut­ma­che­rin, oft die kla­re Stim­me vor der Schü­ler­schaft, auch wenn das nicht im­mer sicht­bar wur­de. Sie hat nicht ver­wal­tet, sie hat Ver­ant­wor­tung ge­tra­gen – mit Herz, Hal­tung und gro­ßer Ver­läss­lich­keit. Be­son­ders hat sie die De­mo­kra­tie­er­zie­hung an der »GE Wal­trop« sicht­bar ge­macht: nicht als Pro­jekt­the­ma, son­dern als ge­leb­te All­tags­hal­tung – zu­hö­ren, ab­wä­gen, re­spekt­voll strei­ten, Ver­ant­wor­tung über­neh­men und im­mer wie­der Be­tei­li­gung er­mög­li­chen. Vie­le Ju­gend­li­che ha­ben durch sie er­fah­ren, dass ihre Mei­nung zählt und Schu­le ein Ort sein kann, an dem man wirk­lich mit­ge­stal­tet. Für die Pen­si­on wün­schen wir Ge­sund­heit, Leich­tig­keit, schö­ne Be­geg­nun­gen – und ganz viel Raum für das, was im Schul­all­tag oft zu kurz kommt. Eine »Her­zum­ar­mung« gibt es heu­te aus ge­ge­be­nem An­lass aus der Fer­ne. Dan­ke, lie­be Bir­git – für al­les, was du ge­ge­ben hast, und für die Spu­ren, die blei­ben.

Dank an alle, die ge­tra­gen ha­ben

Ein Ab­itur­jahr­gang ge­lingt nie al­lein. Un­ser Dank gilt: dem Ab­itur­jahr­gangs-Team Ca­ro­lin Palm, Ga­brie­le Dren­haus und Chri­stoph Lor­ra – drei Jah­re lang ver­läss­li­che An­sprech­per­so­nen in gro­ßen und klei­nen Be­lan­gen, mit ei­nem Lö­wen­an­teil am heu­ti­gen Er­folg, al­len Lehr­kräf­ten der Ober­stu­fe und eben­so den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der Se­kun­dar­stu­fe I, ohne de­ren En­ga­ge­ment und Herz­blut man­che nicht auf der Büh­ne ge­stan­den wä­ren, Ju­li­an Hen­richs und Si­mon Sa­ran für die mu­si­ka­li­sche Ge­stal­tung, der Q1 für das Ca­te­ring, Jens Zu­ba­la und Uwe Neu­haus für die Tech­nik und al­len An­we­sen­den fürs stand­haf­te Durch­hal­ten in der Hit­ze.

Ein Ab­schied mit Au­gen­zwin­kern

Die Li­ste der »Nie-wie­der-Mo­men­te« war lang und ehr­lich: der 8.10-Uhr-Start, Haus­auf­ga­ben, Re­fe­ra­te, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­prü­fun­gen (man­che zu­wei­len »sehr spa­nisch«), die Krea­ti­vi­tät auf Ent­schul­di­gungs­zet­teln und der Sport­un­ter­richt am Mitt­woch­nach­mit­tag. Heu­te wur­den sie ein­ge­tauscht ge­gen et­was, das grö­ßer ist als jede To-do-Li­ste: Frei­heit und Ver­ant­wor­tung für ein neu­es Aben­teu­er.

Herz­li­chen Glück­wunsch, Ab­itur­jahr­gang 2026! Ihr habt im hei­ßen Saal küh­len Kopf be­wahrt und auf dem lan­gen Weg Lei­den­schaft ge­zeigt. Möge Eure Zu­kunft reich sein an span­nen­den Her­aus­for­de­run­gen, be­rei­chern­den Er­fah­run­gen und wun­der­ba­ren Er­fol­gen. Die Stadt Wal­trop hat in euch Ge­win­ne­rin­nen und Ge­win­ner, die nicht al­les neh­men – son­dern viel zu­rück­ge­ben.

GE­samt­schu­le Wal­trop – GE­mein­sam ins Le­ben … und er­folg­reich.