Am Freitag, 3. Juli um 16 Uhr wird sich die Mensa der GEsamtschule Waltrop mit Stolz, Vorfreude und sicher auch mit ein paar Tränen füllen. Der Abschlussjahrgang 2026 feiert seine Zeugnisübergabe – und dieser Jahrgang verdient ganz besondere Anerkennung. Natürlich sagt man oft, dass ein Jahrgang etwas Besonderes ist, wenn Schülerinnen und Schüler die Schule verlassen, die einem über Jahre ans Herz gewachsen sind. Bei diesem Jahrgang stimmt das aber in ganz besonderer Weise. Denn hinter jedem einzelnen Abschluss stehen Geschichten von Mut, Entwicklung, Talent, Ausdauer und echtem GEmeinsam-Sein.

Sechs Jahre, unzählige GEschichten, ein GEmeinsamer Weg
Vor sechs Jahren kamen diese jungen Menschen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen an unsere Schule. Manche brachten Fluchterfahrungen mit, andere kaum Deutschkenntnisse. Einige kämpften mit Schulangst, andere starteten mit Gymnasialempfehlung oder besonderer Begabung. Sogar eine Europameisterin im Tanzsport gehörte zu diesem Jahrgang. Genau diese Vielfalt macht Schule aus – und genau hier zeigt sich, was unseren Schulclaim trägt: GEmeinsam wachsen. Schule bedeutet für uns, junge Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit wahrzunehmen, sie zu stärken und ihnen Wege zu eröffnen. Dieser Abschlussjahrgang hat eindrucksvoll gezeigt, was möglich wird, wenn Menschen gesehen, begleitet und gefördert werden.

Übergänge, die tragen
Am Ende der Klasse 10 zählt nicht nur, welches Zeugnis überreicht wird. Entscheidend ist vor allem, wie der nächste Schritt gelingt. Und genau hier zeigt sich die besondere Stärke dieses Jahrgangs – und zugleich die Qualität unseres Übergangsmanagements. 40 Schülerinnen und Schüler wechseln in die gymnasiale Oberstufe und streben das Abitur an. Sie setzen ihren Bildungsweg konsequent fort und bauen auf das, was sie in den vergangenen sechs Jahren entwickelt haben. Fast 30 Jugendliche haben bereits jetzt einen Ausbildungsvertrag in der Tasche und starten direkt in eine duale Ausbildung. Während bundesweit vielerorts über unbesetzte Ausbildungsplätze und Fachkräftemangel gesprochen wird, gehen unsere Schülerinnen und Schüler diesen Schritt ganz konkret — gut vorbereitet, motiviert und mit Perspektive. Dazu kommen 21 schulische Ausbildungen im Gesundheits- und Pflegebereich. Auch das ist ein starkes Zeichen: Junge Menschen übernehmen Verantwortung und entscheiden sich für Berufe, die unsere Gesellschaft dringend braucht. Andere zieht es an die Berufskollegs der Region — in Bildungsgänge aus den Bereichen Gestaltung, Kreativität, Informatik und Technik. Auch hier zeigt sich, wie zielgenau und individuell Bildungswege an unserer Schule vorbereitet werden können: Talente werden erkannt, gestärkt und in passende Anschlüsse überführt.
Diese Erfolge kommen nicht von allein
Dass so viele überzeugende Übergänge gelingen, ist kein Zufall. Dahinter stehen junge Menschen, die gearbeitet, ausprobiert, gelernt und an sich geglaubt haben. Dahinter stehen aber auch viele engagierte Erwachsene, die Unterricht und Schulleben immer wieder so weiterentwickelt haben, dass sie zu den Schülerinnen und Schülern passen. Genau darin zeigt sich Schule im besten Sinn: nicht als Ort, an dem alle gleich sein müssen, sondern als Ort, an dem junge Menschen ihren eigenen Weg finden können – begleitet, gefordert und unterstützt. Für Eltern ist das eine wichtige Botschaft: An der GEsamtschule Waltrop verlassen junge Menschen nicht einfach nur die Sekundarstufe I. Sie gehen mit echten Perspektiven, gestärkter Persönlichkeit und tragfähigen nächsten Schritten ins Leben.

Ihr werdet fehlen
Mit diesem Jahrgang geht mehr als eine Gruppe Zehntklässlerinnen und Zehntklässler. Es gehen Menschen, die Schule sichtbar mitgeprägt haben. In der Pausenbetreuung am Akazienweg wird eine vertraute Generation fehlen. In den Lernwerkstätten – vom Malatelier über Basketball bis zur Robotik – hinterlassen sie Spuren. Der Schulkiosk wird ohne Sedra, Ida, Naomi, Shams und Amy ein anderer sein. Felina wird im Coworking nicht mehr mit ihrem hohen Anspruch und ihrer Verlässlichkeit alles zusammenhalten. Für das Waltrop Malbuch braucht es ein neues Marketingteam. Und auch im Technikzentrum und in der Skiwerkstatt werden Ahmet Akbulut und Rainer Fischer neue starke Teams aufbauen müssen.
Besonders sichtbar bleibt auch die künstlerische Seite dieses Jahrgangs: Die Ausstellung mit Lehrerportraits wird nach den Sommerferien unser Foyer prägen. Und wenn im November 2026 die Stadtmalerausstellung im Kunstforum Norten in Gelsenkirchen eröffnet wird, werden einige dieser Talente schon als Ehemalige oder als Oberstufenschülerinnen und ‑schüler zurückkehren. Genau das zeigt: Ein Abschied ist nie einfach vorbei. Vieles wirkt weiter.
Ein letzter Schultag mit Stil
Schon der gestrige letzte Schultag hat gezeigt, wie viel Persönlichkeit, Kreativität und Teamgeist in diesem Jahrgang steckt. Die Mottotag-Outfits waren originell, mutig und mit viel Liebe zum Detail gewählt — von Prinzessinnen über Minions bis hin zu weiteren starken Rollen und Figuren. Wer das gesehen hat, konnte direkt spüren: Dieser Jahrgang kann nicht nur Leistung, sondern auch Zusammenhalt, Humor und Ausdruck. Genau diese Mischung macht ihn so besonders – und macht neugierig auf die Feier morgen in der Mensa.
GEmeinsam ins Leben
Liebe Zehner, mit der morgigen Zeugnisübergabe endet Eure Schulzeit bei uns — aber Eure Verbindung zu unserer Schule endet nicht. Ihr bleibt Teil dieser GEschichte. Ihr bleibt in unseren Erinnerungen, in Euren Projekten, in Euren Spuren im Schulalltag und in vielen Begegnungen, die uns geprägt haben. Vor allem aber nehmt Ihr etwas mit, das weit über Noten hinausgeht: Erfahrungen, Selbstvertrauen, Beziehungen und den Mut, Euren eigenen Weg weiterzugehen. Lasst Euch feiern. Verabschiedet Euch von euren Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern. Und wenn dabei die eine oder andere Träne fließt, dann ist auch das ein Zeichen dafür, wie viel diese sechs Jahre bedeutet haben.
Auf Euch. Auf Euren Weg. Und auf alles, was jetzt kommt.
GEmeinsam ins Leben — das ist an unserer Schule nicht nur ein Satz. Ihr habt ihn mit Leben gefüllt.

