Kaum ist der Applaus für unseren Abschlussjahrgang 2026 verklungen, kaum sind die letzten Freudentränen getrocknet und die stolzen Blicke noch frisch in Erinnerung, öffnete sich am Akazienweg bereits das nächste Kapitel. Wo eben noch Abschied, Dankbarkeit und Aufbruchsstimmung den Ton bestimmt hatten, rückten nun Neugier, Vorfreude und ein leises Kribbeln in den Mittelpunkt: Bei bestem Sommerwetter kamen die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler mit ihren Eltern und Verwandten im und rund um das Jahrgangshaus I zusammen, um ihre neue Schule, ihre Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer – und vor allem einander – kennenzulernen.
Wer wird meine Klassenlehrerin? Wer sitzt nach den Ferien vielleicht neben mir? Erkenne ich jemanden aus der Grundschule wieder? Und wie sind eigentlich die »Großen« aus der jetzigen 5 – bald 6? Man sah den Kindern diese Fragen förmlich an, noch bevor sie ausgesprochen waren: dieses Kribbeln im Bauch aus Neugier, Vorfreude und einem kleinen bisschen Lampenfieber. Man könnte meinen, ein solcher Nachmittag sei für die Kolleginnen und Kollegen längst Routine. Doch nichts daran wirkte routiniert. Spürbar war vielmehr: Unser Leitgedanke »GEmeinsam ins Leben« ist bei uns kein Slogan, sondern gelebter Alltag – mit Herz, mit Zeit und mit viel Aufmerksamkeit für jedes einzelne Kind.
Mit Herz geplant, mit Hand und Haltung umgesetzt: Pädagoginnen und Pädagogen, Schulleitung sowie Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5, 6 und 9 gestalteten gemeinsam ein Programm, das Orientierung gab und zugleich Vorfreude weckte. Mitmachstationen luden zum Ausprobieren ein, kleine Präsentationen gaben erste Einblicke, die Patinnen und Paten aus dem 9. Jahrgang stellten sich vor — und sogar eine erste, ganz eigene »Unterrichtsstunde« im neuen Klassenverband durfte nicht fehlen. So fügte sich alles zu einem Nachmittag, der Sicherheit schenkte, Mut machte und manches Lächeln zauberte, das noch lange nachwirkte.
Und dieser Nachmittag hielt eine ganz besondere Überraschung bereit: Es wurde nicht nur kennengelernt, sondern auch wiedergesehen. Ehemalige Schülerinnen und Schüler, die inzwischen selbst Eltern oder große Geschwister sind, kehrten mit ihren Kindern oder Geschwistern an ihre alte Schule zurück. Das waren berührende Momente — leise, ehrlich, manchmal begleitet von einem verschmitzten „Na ja, wir sind eben auch älter geworden.” Für einen Moment wurde aus unserem Leitgedanken »GEmeinsam ins Leben« fast so etwas wie »GEmeinsam durchs Leben« – denn hier schloss sich ein Kreis, der über Jahre, manchmal über eine ganze Generation reicht. Vor allem aber zeigten diese Begegnungen: Als jüngste weiterführende Schule der Stadt hat die Gesamtschule Waltrop längst ihren festen Platz gefunden — in den Herzen und in den Bildungsentscheidungen vieler Familien.
Für unsere neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler war es ein Nachmittag voller erster Male. Für manche Kolleginnen und Kollegen übrigens auch: die erste eigene Klasse, die ersten Gespräche mit Kindern und Eltern, das erste vorsichtige Hineinschnuppern in ein Schuljahr, das noch vor uns liegt. Überall sah man strahlende Gesichter – bei den Kindern, bei ihren Familien und, ganz ehrlich, auch bei uns.
Am Ende blieb ein Gefühl, das größer war als all die einzelnen Programmpunkte: Ankommen. Miteinander. Vorfreude. Wir wünschen allen »Neuen« und »Alten« von Herzen einen guten Start in das kommende Schuljahr. Zuvor schließen wir gemeinsam die verbleibenden Tage dieses Schuljahres ab – und dann beginnen, so verspricht es das Sommerwetter, Ferien, die ihren Namen wirklich verdienen.
»GEmeinsam ins Leben« – heute, morgen, hier bei uns an der GE Waltrop.












